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Haarausfall Arten

Jeder zweite Mann ist von Haarausfall betroffen.  Die Ursachen sind genauso vielfältig wie die möglichen Methoden zur Behandlung.

Doch bevor sich der Betroffene mit der Fülle der Behandlungsmöglichkeiten auseinandersetzt, ist es ratsam, zunächst die Art des Haarausfalls zu diagnostizieren, um anschließend die richtige Therapie wählen zu können.

Was sind also die verschiedenen Arten von Haarausfall?

Androgenetische Alopezie (AGA)

Die androgenetische Alopezie (AGA) ist eine chronische dermatologische Erkrankung, die vererbt werden kann. Daher spricht man auch vom anlagenbedingten oder genetischen Haarausfall.

Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form von Haarausfall sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Bis zu 80 % aller europäischen Männer und 42 % aller europäischen Frauen weisen Zeichen eines anlagebedingten Haarausfalls auf.

Je älter man wird, desto wahrscheinlich ist der anlagebedingte Haarausfall. Bei Männern machen sich erste Anzeichen während der Pubertät bemerkbar.

Bei Frauen tritt der androgenetische Haarausfall häufig im Teenageralter und während der Menopause auf. Der typische Verlauf des analagebedingten Haarausfalls ist bei Frauen anders als bei Männern (dazu unten mehr).

Unabhängig vom Alter und dem Verlauf leiden Patienten mit anlagebedingten Haarausfall meistens auch physisch unter den Konsequenzen. Das Haar ist Ausdruck von Vitalität und trägt maßgeblich zum menschlichem Erscheinungsbild bei. Haarausfall hat daher Einfluss auf das eigene Selbstbewusstsein und die persönliche Attraktivität. Depressionen und eine eingeschränkte Lebensqualität sind häufige Begleiterscheinungen unter Haarausfall- Patienten.

Androgenetische Alopezie bei Männern

Wie der Name schon impliziert, spielen Androgene – dies sind spezielle Sexualhormone – eine Rolle beim androgenetischem Haarausfall. Eine erhöhte Androgenrezeptoren-Produktion führt im Teenageralter zur Umwandlung des Vellushaar („Flaumhaar“) in Terminalhaar.

Bei androgenetischer Alopezie reagiert Terminalhaar empfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). In Folge dessen verändern sich die Wachstumsphasen des Haares: Die Anagenphase (Wachstumsphase) wird länger und die Telogenphase (Ruhephase) wird kürzer.

Das Resultat ist die sog. Miniaturisierung der Haarfollikel. Das bedeutet, dass die Haare schrumpfen, dünner werden und irgendwann ausfallen.

Im typischen Verlauf dieser Art lichten sich beim Mann zuerst die Haare auf dem Vorderkopf, also im Bereich der Schläfen und der Stirn. Die bekannten Geheimratsecken entstehen und führen zu einer Stirnglatze.

Im weiteren Verlauf werden die Haare am oberen Hinterkopf dünner und es kann eine kreisrunde Tonsur entstehen. Anschließend vergrößern sich die lichten Stellen, die Stirnglatze verbindet sich mit der Tonsur und es bildet sich ein Haarkranz.

Der tatsächliche Verlauf hängt vom individuellen Einzelfall ab. Nicht jeder mit Geheimratsecken bekommt zwangsläufig eine Glatze.

Das typische männliche Haarausfallmuster kann mit der Hamilton-Norwood-Skala veranschaulicht werden. Nach dieser wird der androgenetische Haarausfall in sieben Stadien eingeteilt. Die Hamilton-Norwood-Klassifizierung gibt auch u.a. Rückschlüsse auf die benötige Anzahl von Grafts (versetzte Haarfollikel) für die Haartransplantation.

Androgenetische Alopezie bei Frauen

Im Vergleich zur männlichen ist über die weibliche androngenetische Alopezie noch nicht viel bekannt. Jedoch hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass Androgene beim weiblichen AGA kaum eine Rolle spielen. Stattdessen vermutet man im Enzym Aromatase die Ursache für den anlagebedingten Haarausfall bei Frauen.

Das Enzym beeinflusst die Umwandlung von Androgenen in Östrogene. Das weibliche Sexualhormon Östrogen wirkt stimulierend auf das Haarwachstum. Eine reduzierte Aromataseaktivität und einhergehend eine verminderte Östrogenbildung kann daher die weibliche androgenetische Alopezie begünstigen.

Der Verlauf des anlagebedingten Haarausfalls verläuft bei Frauen anders als bei Männern. Daher ist die Hamilton-Norwood-Klassifizierung bei Frauen auch ungeeignet. Stattdessen beschreibt das sog. Ludwig-Schema die weibliche charakteristische Verlaufsform.

Nach dem Ludwig-Schema beginnt die weibliche AGA im Mittelscheitelbereich und dehnt sich dann seitlich aus (auch bekannt als „Christmas-Tree-Muster“).

Im Gegensatz zur männlichen AGA bleibt die Frontale-Haarlinie meistens bestehen. Auch eine komplette Glatzenbildung ist bei Frauen sehr selten. In der Regel zeigt sich die weibliche AGA in schütteren Haarbeständen entlang des Mittelscheitels.

Weitere Arten von Haarausfall

Die androgenetische Alopezie ist mit Abstand die häufigste Ursache für den Haarausfall bei Männern und Frauen.

Es gibt aber auch weitere Arten von Haarausfall, die jedoch selten auftreten oder bei denen die Haartransplantation keine geeignete Therapiemöglichkeit darstellt. Im Folgenden werden einige dieser seltenen Arten von Haarausfall kurz vorgestellt.

Diffuser Haarausfall

Der diffuse Haarausfall führt zu gleichmäßig dünnerem Haar. Im Gegensatz zum typischen Verlauf des anlagebedingten Haarausfalls entstehen keine kahlen Bereiche, stattdessen nimmt die Haardichte ab und die Kopfhaut wird sichtbar.

Alopezie Areata

Die Alopezie Areata ist ein kreisrunder Haarausfall. Bei dieser Art bilden sich in relativ kurzer Zeit runde und haarlose Bereiche. Meist sind noch die Haarausführungsgänge erkennbar, die auf eine theoretisch mögliche Regeneration hinweisen.

Am Kranz der kahlen Stellen stehen häufig noch kurze Haarstoppel. Diese Form tritt vor allem bei Jugendlichen auf. Bei den Betroffenen wachsen die Haare meistens innerhalb von einem Jahr wieder nach.

Alopezie Mucinosa

Über eine seltene Form des Haarausfalls, die Alopezie Mucinosa, ist bisher wenig bekannt. Im Verlauf hinterlässt diese Art viele kleine kahle Stellen. Die Haut ist in diesen Bereichen häufig vernarbt.

Wo ist die Haartransplantation möglich?

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